Wir danken unseren wunderbaren Spielstätten, die dem Feuerpudel ein Zuhause gaben und geben!

 

LETTRÉTAGE

 

 

In der Lettrétage, der bis heute (Stand: Ende 2019) einzigen Ankerinstitution der freien Literaturszene, sind wir hängen geblieben. Nicht nur, dass das Team der Lettrétage uns seit geraumer Zeit aufsperrt, einheizt, inspiriert und freundlich Riesling nachschenkt, hier können wir uns austoben. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, das etwas eingestaubte Image der “Wasserglas-Lesung” hinter sich zu lassen und den Blick auf neue Formen, Farben und Figuren der Literaturvermittlung zu werfen. Und was sollen wir sagen, der Feuerpudel hat mit seinen treuen, wilden Augen den Blick erwidert, die Diskokugel glitzerte verheißungsvoll und der Rest ist Geschichte.

BROTFABRIK

“Kunst ist Lebensmittel” – und das die Kunst für die Brotfabrik auch Lebensmittelpunkt ist hat uns besonders gefallen. Nicht nur der Pudel ist dort Teil des Literaturprogramms, auch Alexander Graeffs “Literatur in Weißensee” und wilde, lange Literaturabende wie “So geht Prosa!”, ein Panoptikum diversester Autor*innen, fanden dort schon statt. Das Konzept*Feuerpudel hat sich dort vom Roten Salon auf die Bühne hochgearbeitet: Bestens beleuchtet und stets heiter bestreiten wir seit 2018 im Rampenlicht unsere lieben Pudelabende. Und weil es in Weißensee so beschaulich ist, nehmen wir gern den etwas längeren Weg in Kauf. Und wirklich nur etwas länger: Mit der M2 ist man vom Alexanderplatz im Nullkommanix am Caligariplatz.

 

Frühere Spielstätten:

 

GELEGENHEITEN

Unser erstes Mal war im Gelegenheiten Berlin . Und es war so schön! Das Gelegenheiten ist quasi die Ursuppe, der Nährboden, ja Abrahams Wurstkessel des Konzept*Feuerpudel. Hier nahm seinen Anfang, was seit bald zehn Jahren von Berliner Literaturgourmets genossen wird: Ein anonymes Lesedings zur Freude vieler hundert Schreiber*innen (echt wahr!) und noch mehr Publika. In der ehemaligen Fleischerei (sic!) wurden wir “nach höchst subjektivem Ermessen” für würdig befunden, unsere ersten Lesungen abzuhalten, der bei einem Umfang von mehreren Stunden viele Schnäpse zum Opfer fielen und deren Ende man nur mit viel Sitzfleisch erlebt hat. Heute sieht das etwas anders aus: Wir haben uns auf schlanke anderthalb bis zwei Stunden diszipliniert, Diether trinkt jetzt Riesling und kriegt ganz langsam graue Haare, die nach und nach ausfallen. Hach! Time flies when you’re having fun. Im Gelegenheiten könnt ihr bis heute immer noch beim troc Kleider tauschen und dem elektronischen Salon beiwohnen.

 

KOFFER

Ihr habt noch einen Koffer in Berlin? Wir leider nicht mehr. Der Koffer ist Geschichte. Als er die Pforten schloß haben wir einige Pudeltränen vergossen. Und wie wohl wir uns dort gefühlt haben, obschon die Nachbarschaft nicht unkritisch war: hatten wir doch einen Abend, an dem eine kleinere Gruppe älterer Herrschaften nach einem zugegebenerweise recht gewagten Text über Körperflüssigkeiten geschlossen die Veranstaltung verließ und in der Folge immer wieder auf den Jubel und die damit verbundene Störung der Nachtruhe verwies. Wir haben dann kultiviert, was wir seitdem bei jedem Feuerpudel pflegen: der Applaus wird zur allgemeinen Beruhigung gebärdet, wildes Geklatsche passt eben nur zur Hochkultur, wenn auch die Nachbarschaft mitmacht.

REGENBOGENFABRIK

Bunt ging es zu in der Regenbogenfabrik. (Sorry, diesen Kalauer konnten wir uns nicht verkneifen…) Im Kinosaal mit seinen herrlich knarzenden Ledersesseln haben wir den wahrscheinlich gemütlichsten aller Pudelabende verbracht. Und er hat uns sogar einen Artikel im @Tagesspiegel beschert! (Link zum Artikel: https://www.tagesspiegel.de/kultur/anonyme-lesereihe-in-berlin-was-ist-das-konzeptfeuerpudel/19459154.html) Witzig, schmutzig und politisch, so heißt es da, sei der Pudel – und dem können wir bis heute nicht widersprechen.

 

HAUS DER SINNE

Ein Fest für alle Sinne war der Feuerpudel im Prenzlauer Berg, auch Dank der großartigen Illustrationen von Joelle Tumasov, mit der sich Diether ein unterhaltsames Wortgefecht geliefert hat. Dass der Pudel eine Lese für jung und alt ist hat sich hier auf hervorragende Art und Weise gezeigt: Wir hatten Besuch von einer Gruppe Ü50-Singles, die regelmäßig Kulturveranstaltungen der Hauptstadt besuchen. Ob die Liebe fürs Leben gefunden worden ist – wir hoffen es und würden uns über jeden Hinweis freuen!

 

WILMA

 

Bei Wilmas wurde es eng. Nicht nur, weil wir ziemlich viel Publikum unterzubringen hatten – die Gegebenheiten vor Ort wurden uns als „kuschelig bis klaustrophob“ beschrieben. Das tat der Stimmung keinen Abbruch, Luisa Zennia illustrierte auf den Knien, Diether sang und unsere fleißigen Helfer vom Einlass hielten leicht bibbernd die Stellung. Selbst das Basteln der Wundertüten fand unter besonders verschärften Bedinungen statt. Heute sind wir in etwas ruhigeres Fahrwasser gekommen: Unsere Stammspielstätten in der Brotfabrik und der Lettrétage haben viel Platz fürs freudige Basteln. Wir könnten sogar tanzen! Wenn wir wollten.

 

ALTER LÖWE REIN

https://www.facebook.com/Loewerein/
Es war etwas zuviel Konfetti, was uns bis heute leid tut.

GARAGE Frankfurt /Oder

Wohl einer der legendärsten Pudelabende fand in der Garage statt: Die Luft roch nach Student*innen kurz vor Abgabgeschluss, die Bar war bestrebt, uns möglichst zügig durch den Abend zu helfen (Bei Diethers Zwischenmoderationen hieß es mehrmals ganz unakademisch: “weitermachen!”), und in der Pause begegnete Diether die wohl offenste Kritik überhaupt, als ein enttäuschter Autor ihm zuraunte: “Scheisse gelesen”. Durch diese rauhen Zeiten halfen uns die vielen gegenteiligen Meinungen der Autor*innen, die uns bis heute erreichen. Danke!

Bildergebnis für viadrina frankfurt"

VIADRINA Frankfurt /Oder

Mehrmals waren wir an der Viadrina, und mit großer Freude: Hier formierte sich das dynamische Quartett, aus dem der Feuerpudel schließlich hervorgehen sollte, aus braven Studierenden der Kulturwissenschaften. Und so zog es uns auch immer mal wieder in eines der aufregendsten Frankfurts der Bundesrepublik, um dort Märchen und Kinderbücher vorzulesen oder auch die “Geschreiburt” des Schreibzentrums der Viadrina zu feiern – eine unserer Lieblingsanlaufstellen.

 

Bildergebnis für artstalker"

ARTSTALKER

So weit raus haben wir uns bis dahin noch nie gewagt: Charlottenburg! Wir wurden nicht enttäuscht, Diether hat sich Dank der hervorragenden PA im Artstalker selten besser angehört. Auch das Publikum hat sich etwas verändert, aber das war ja irgendwie klar, so tief im Westen. (Wenn wir mal Grönemeyer zitieren dürfen).

X