Christine Maslok illustriert beim Feuerpudel am 4. Oktober 2016

christine-maslok-snipWeil’s so schön war, gleich nochmal: Zum Pudel im Koffer am 4. Oktober wird Christine Maslok den Stift in die Hand nehmen, um die Texte unserer Autor*innen in Zeichnungen zu übersetzen. Dass Christine ein Händchen hat für Bilder und ein Gespür für Geschichten seht ihr hier:

Weil’s so schön war, gleich nochmal: Zum Pudel im Koffer am 4. Oktober wird Christine Maslok den Stift in die Hand nehmen, um die Texte unserer Autor*innen in Zeichnungen zu übersetzen. Dass Christine ein Händchen hat für Bilder und ein Gespür für Geschichten seht ihr hier:

 

Wir haben Christine ein paar Fragen gestellt:

K*P: Christine, wie sieht deine Arbeit als Illustratorin aus?

Christine Maslok: Zum einen ich Auftragsarbeiten um. Im Bereich Illustration, aber auch Grafikdesign. Das kann die Entwicklung und Umsetzung von einem Logo oder Signet sein, Buch- und Coverillustrationen oder Illustrationen für Zeitschriften und Zeitungen. Ich bekomme aber auch viele Anfragen für den digitalen Bereich – für Website, Blog und Social Media Plattformen. Dass Leute also zum Beispiel ein individuell gestaltetes Cover für ihre Facebook-Fanpage haben wollen. Auf der anderen Seite zeichne ich auch frei. Die Originale verkaufe ich oder verwende sie als Motiv für T-Shirts und Bags, Postkarten und Poster. Diesen Bereich baue ich gerade noch aus.

K*P: Lebst du von deinen Illustrationen?

Christine Maslok: Es macht einen Teil aus. Ich arbeite momentan als Kunstpädagogin und Kunsttherapeutin, was mir großen Spaß macht. Dadurch habe ich hinsichtlich meiner Illustrationen keinen Druck, was sehr angenehm ist und ich habe das Privileg, mir die Aufträge und Projekte aussuchen zu können.

K*P: Wie würdest du selbst deinen Stil beschreiben?

Christine Maslok: Reduziert, klar, atmosphärisch. Mir wird oft gesagt, dass ich etwas Szenisches in meinen Bildern habe. Egal, wie einfach die Illustration ist. Da kommt immer eine gewisse Stimmung rüber. Eine Geschichte wird erzählt und nicht nur etwas  wiedergegeben oder abgebildet. Das finde ich persönlich sehr interessant und spannend, da ich tatsächlich vom Film komme.

K*P: Was sind deine Wünsche für die Zukunft?

Christine Maslok: Interessante Projekte und Kollaborationen wie die mit euch. Ich mag es, zusammen mit Leuten etwas zu machen, etwas auf die Beine zu stellen, Synergien. Was ich wahnsinnig spannend finde, wäre die Zusammenarbeit mit einem Modelabel, also meine Zeichnungen mit Kleidung zu verbinden.

K*P: Vielen Dank für deine Zeit!

 

Christine Maslok arbeitet als Illustratorin, Filmemacherin, Kunstpädagogin und – therapeutin in Berlin. Auf ihrer Website gibt es eine Menge ihrer Arbeiten zum Anschaun.

Konzept*Feuerpudel im September 2016 – Nachbereitung

© Aline Reinsbach

Schöner hätte es nicht gewesen sein können: Volle Hütte in der Lettrétage. Wunderbare, abwechslungsreiche Texte. Anonyme, aber höchst fröhliche AutorInnen. Ein entspanntes und äußerst aufgeschlossenes Publikum und die gelungene Einführung der IllustratorInnen, in Person von Jens Falkenthal, als festes Moment des Zukunftspudel – Aber der Reihe nach.

Schöner hätte es nicht gewesen sein können: Volle Hütte in der Lettrétage. Wunderbare, abwechslungsreiche Texte. Anonyme, aber höchst fröhliche AutorInnen. Ein entspanntes und äußerst aufgeschlossenes Publikum und die gelungene Einführung der IllustratorInnen, in Person von Jens Falkenthal, als festes Moment des Zukunftspudel – Aber der Reihe nach.

Wir trafen uns mehr oder weniger pünktlich in der Lettrétage um den Aufbau zu veranstalten. Da der Ort ein neuer war für uns und wir nicht so genau wussten, wie das Publikum reagieren würde, haben wir in langer Heimarbeit Masken gebastelt und Wundertüten mit Selbstbebastelungs-material bestückt. Unter den an die 100 Gästen, die teilweise nicht immer auf einem Stuhl sitzen konnten (Sorry!), war nur eine Stimme zu hören, die meinte, sie wären recht hässlich. Überzeugt euch selbst:feuerpudel_2 feuerpudel_4 feuerpudel_6 feuerpudel_1 feuerpudel_9

(Fotos (c) Aline Reinsbach)

Wir fingen eine Viertelstunde später an, womit wir uns den Kommentar „das ist so Berlin!“ einfingen. Ab da lief alles glatt. Zur Einstimmung gab es eine Slideshow von Studio Cindy Beulah, die unsere neuen Flyer gemacht hat. Die Erklärung des Modus Operandi der Lesung verlief ohne weitere Zwischenfälle. Diether hat den Intellektuellen raushängen lassen, von wegen „geht wählen“ und „Kunst ist nichts für Bauarbeiter“. Wir wollen hiermit nochmal klarstellen: Letzteres war ein Witz. In diesem Zusammenhang fiel auch das Stichwort Wahlprüfsteine der Koalition der freien Szene, bei deren Nennung wir den Eindruck hatten in einige verrätselte Gesichter zu blicken. Darum an dieser Stelle der Aufruf: Schaut es euch an!

Die Texte waren astrein, wie uns von allen Seiten zugetragen wurde. Im Wettbewerb waren:

  1. Leseerlebnis (Countdown) von Lisa Starogardzki. Der Text entstand im Rahmen der Schreibwerkstatt bei Kreatives Schreiben e.V.
  2. Briefroman von Theresa Weicht. Der Text ziert als Teil einer Lesecollage die Wand des Schreibzentrums der Universität an der Theresa Weicht studiert.
  3. Deinetwillen von Mara Grigorian
  4. Frau Fink von Eric Ahrens
  5. braun gefärbt! – eine Kurzgeschichte des Wahnsinns von Kraut von Thusen
  6. Die Nudelpresse von Johanna Panda
  7. Terror Template von Christian Lange-Hausstein
  8. Berlin, die Heimat der Heimatlosen von Lana Lux

(Die Veröffentlichung der Namen erfolgt in Absprache mit den Autor*innen und ist äußerst freiwillig.)

 

Die GewinnerInnen der drei Hauptpreise, die dieses Mal ziemlich krass ausgefallen sind:

Platz 3 an Christian Lange-Hausstein für Terror Template. Christian Lange-Haussteins Texte finden wir schon lange auf seinem wunderbaren Blog Prosa Bolognese Digital. Er ist auch auf Facebook zu finden. Gewonnen hat er eine Flasche Wein aus der Pfalz, falsche Zähne und die Illustration aus der Hand von Jens Falkenthal.

Platz 2 an Lana Lux für Berlin, die Heimat der Heimatlosen. Gewonnen hat sie die Reclam-Ausgabe des Stückes “Sechs Personen suchen einen Autor” von Luigi Pirandello, zwei Kinogutscheine für Massengeschmacksfilme und Jens Falkenthals wunderbare Illustration. Besucht ihre Website!

Platz 1 an Eric Ahrens für Frau Fink. Eric Ahrens blogt auf No New Messages. “Frau Fink” wird im Oktober in der neuen Ausgabe des DRECKSACK erscheinen.Gewonnen hat er eine 5er – Karte für die Freiluftkinos in Friedrichshain, Kreuzberg und Rehberge, eine Tomate von Diethers Balkon und Jens Falkenthals Zeichnung gewordener Kommentar seines Textes.

 

 

Wir danken in diesem Zusammenhang dem Freiluftkino Friedrichshain für die Zurverfügungstellung eines Kinogutscheines und Maskworld am Hackeschen Markt für die Prozente auf unseren falsche-Zähne-Einkauf.

Besonderer Dank gilt Jens Falkenthal, der als Illustrator an diesem Abend mit liebevollem Blick für die Texte wunderbare Zeichnungen gemacht hat. Mehr von Jens Falkenthal findet ihr auf dem Falkenthalblog.

Wir haben etwas überzogen und geloben Besserung. Allerdings hieß es aus vertraulicher Quelle, dass es ein gutes Zeichen sei, wenn das Publikum nach der Lesung nicht gleich verschwindet, sondern noch einen heben will.

That’s the spirit! So long!

 

Eure Pudel

xoxo

 

 

 

 

 

Jens Falkenthal illustriert beim Feuerpudel am 7. September 2016

Falkenthal SnipZum ersten Pudel nach der Sommerpause haben wir uns etwas Schönes einfallen lassen: Ab sofort werden Illustrator*innen die Texte unserer Autor*innen nach Art der Gerichtszeichner kommentieren, die entstehenden Werke werden als Hauptpreise an die Gewinner*innen des Lesewettbewerbs vergeben.

Zum ersten Pudel nach der Sommerpause haben wir uns etwas Schönes einfallen lassen: Ab sofort werden Illustrator*innen die Texte unserer Autor*innen nach Art der Gerichtszeichner kommentieren, die entstehenden Werke werden als Hauptpreise an die Gewinner*innen des Lesewettbewerbs vergeben.

Am 7. September ist der Berliner Illustrator Jens Falkenthal unser Gast. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt.

K*P: Jens! Was macht eigentlich ein Illustrator?

Jens Falkenthal: Ein/e Illustrator/in zeichnet, malt, tuscht Bilder für Bücher, Magazine, Plakate und andere Printmedien sowie Websites, Stoffbeutel, Verpackungen und überhaupt alles wo ein Bild drauf passt.

K*P: Kannst du von deinen Illustrationen leben?

Jens Falkenthal: Bis jetzt hab ich als Illustrator noch kein Geld verdient. Ich stehe aber auch, obwohl ich schon lange zeichne, noch ganz am Anfang meiner eventuellen Karriere. Im Moment erarbeite ich mir meinen Lebensunterhalt noch im sozialen Berreich.

K*P: Warum Illustration, warum zeichnen?

Jens Falkenthal: Ich zeichne schon, seit ich denken kann und habe mir als Kind schon immer vorgestellt, wie toll es wäre, den kleinen Comic-Strip auf der letzten Seite einer Zeitung beizusteuern. Ich denke, dass Malen und Zeichnen die Dinge sind, die ich am besten kann und am liebsten mache.

K*P: Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Jens Falkenthal: Ich glaube, meine Bilder schaffen es, obwohl sie relativ einfach gehalten sind, eine eigene Stimmung zu transportieren, sodass es Spaß macht, sie anzusehen. So ungefähr wurde es mir gegenüber zumindest schon oft beschrieben und ich kann mich sehr gut mit diesem Gedanken anfreunden.

K*P: Und was bringt die Zukunft?

Jens Falkenthal: Mein Traum wäre es, mit meinen Bildern Erfolg zu haben, dass sie den Leuten gefallen und vielleicht auch noch etwas Geld dabei rumkommt. Außerdem strebe ich noch ein Studium an, um mich auf dem Gebiet nochmal ordentlich professionalisieren zu lassen.

Jens Falkenthal, geboren und lebend in Berlin, hat zuletzt Zeichnungen für das Wettbewerbsvideo von Masifunde Bildungsförderung e.V. auf Betterplace.org gemacht. Mehr von Jens Falkenthal gibt es auf seiner Website und auf Facebook zu bewundern.

Wir danken Christian Lange-Hausstein für die freundliche Zurverfügungstellung seines Textes “Zum Tode von”. Sein Blog sei euch ans Herz gelegt.

Marcus “Willbomb” Willis

Willis WMQ14 (10)Marcus Willis, geboren am 9. Oktober 1990 in Slough, Grafschaft Berkshire, England, begann das Tennisspielen mit 9 Jahren. Am 27. Juni 2016 belegte er auf der Weltrangliste Platz 772. Am Mittwoch spielt er gegen Roger Federer, Platz 3 der Weltrangliste.

Willis WMQ14 (10)Marcus Willis, geboren am 9. Oktober 1990 in Slough, Grafschaft Berkshire, England, begann das Tennisspielen mit 9 Jahren. Am 27. Juni 2016 belegte er auf der Weltrangliste Platz 772. Am Mittwoch spielt er gegen Roger Federer, Platz 3 der Weltrangliste.

Willis, der noch bei seinen Eltern lebt, spielte jahrelang für Kleingeld, war Tennislehrer in England, Deutschland und Frankreich. Freunde gaben ihm den Spitznamen “Willbomb”, andere nannten ihn wegen seines damaligen leichten Übergewichts “Cartman”, nach der Figur aus “South Park”. Marcus Willis wollte seine Tenniskarriere schon an den Nagel hängen, um in Amerika als Tenniscoach zu arbeiten, als seine Freundin ihm sagte: “Du bist ein Idiot, wenn du jetzt aufhörst”. In einem Interview mit dem Guardian erklärte er:

“There are a lot of us who can play well but don’t have great rankings. It is tough to get out of the Challengers and Futures tours. Financially and mentally it can break you. It breaks a lot of people. So many Brits in the past have given up before they hit 29, 30 – which I think is wrong. If you can keep yourself in the game, you will learn a lot. But I can understand why, because I was about to do it as well.”

Weil sein Konkurrent Scott Clayton nicht rechtzeitig zur Einschreibung erschien, gewann er als letzter zugelassener drei Spiele der Vor-Vorqualifikation. Zur Qualifikation in Roehampton erspielte er sich in drei Runden das Ticket nach Wimbledon, wo er im ersten Match gegen Ricardas Berankis, der etwas mehr als 650 Plätze in der Weltrangliste vor ihm lag, kämpfte – und wieder gewann.

Wimbledon ist sein erstes Profiturnier. Er war einer der beiden am niedrigsten qualifizierten Spieler des Turniers seit 1983. Vor seinem Spiel gegen Roger Federer, dem 18-fachen Grand Slam Champion und 7-maligen Wimbledon-Sieger, sagte er:

 

“I’m in the best Shape of my life.”

 

 

Quellen: Telegraph, The Guardian, Wikipedia

Konzept*Feuerpudel im Juni 2016 – Nachbereitung

PudeljuniNachbereitung des xten Konzept*Feuerpudel vom 06.06.2016, 20:00 Uhr, Koffer, Berlin. Mit GewinnerInnen, Listen, Antworten, He-Man, Herta Müller und aufpudelten Fotos.

06.06.2016, 20:00 Uhr, Koffer, Berlin. Trotz der Tatsache, dass sich das Datum extrem gut für schlüpfrige Wortspiele eignen würde, haben wir es gelassen. In Sachen Pünktlichkeit haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht: Alle waren à point. Falco am Empfang und an der Linse gab ihr Bestes, Neuzugang Rodney an der Technik wirkte wahre Wunder. Wir danken in diesem Zusammenhang den Leihpudeln Jörg Volk und Max Dengler für die Kameraarbeit.

Koffer vor dem KOFFER0002003 Das Publikum bei der Leibesübung für den oberen und unteren Gesichtsbereich. Damals noch in FarbeIMG_8023IMG_7990005Rodney stickt, Diether nickt007 Rodney und Falco zeigen ein Stück KuchenIMG_8163

Die allseits beliebte “gemeinschaftliche Aktion” bestand an diesem Dienstag aus gesichtsglättenden Leibesübungen, die wir bereits in der Vergangenheit zielführend einsetzen konnten. Das unten stehende Video der mittlerweile nicht mehr auffindbaren Anleiterin leistet uns schon seit dem ersten Pudel regelmäßig wunderbare Dienste. Da wir schon im sechsten Jahr veranstalten, könnten wir sogar über Langzeitstudien nachweisen, dass die Gesichter unserer TeilnehmerInnen weitestgehend faltenfrei geblieben sind.

[embedyt] http://www.youtube.com/watch?v=lSA-1tZZTPM[/embedyt]

Keine unerwarteten Vorkommnisse beim Auflösen der Verklebung der Wundertüten. Inhaltlich jede Tüte ein Volltreffer – Diether schaffte es sogar, ordentlich zu erklären, was man damit machen kann. Zur Abstimmung leuchteten nicht nur die Augen (Dieser Satz ist aus dem Bericht zur Vollversammlung der Volkswagen-Aktionäre geliehen), sondern auch diverse im Internet und Einzelhandel erworbene Leuchtmittel.

Die Lesung setzte sich zusammen aus:

(In Absprache mit den AutorInnen benutzen wir in der Folge entweder deren Klarnamen, oder eben nicht.)

  1. Manikürte Füße von Christian Lange-Hausstein
  2. Anti-Morgen-Erektion von Elif Gültaşli
  3. Arbeitsteilung von Anissa Taibi
  4. Aus der Bunten/O*ranienstraße 188 von Tony Hemer
  5. atem_hören von anonyme_r Autor*in
  6. Paul Celan von Lukas Burger
  7. Frau Hamm macht sauber von Philipp Koch
  8. Wonach du riechst von Angie Volk

Fragen aus dem Publikum sind nicht aufgetaucht.

Die GewinnerInnenermittlung hat ergeben:

3. Platz für “Paul Celan” von Lukas Burger, ausgezeichnet mit einer Opernaufnahme und einer Tüte Weißwein. Er nahm die Auszeichnung an. Wir waren alle zu aufgeregt, um Fragen zu stellen. Auch nach längerem In-Sich-Gehen hat Lukas Burger nichts gefunden, auf das wir hier verlinken könnten.

3. Platz für "Paul Celan" von Lukas Burger. Selbiger im Halbschatten, dennoch nicht unglücklich.
3. Platz für “Paul Celan” von Lukas Burger. Selbiger im Halbschatten, dennoch nicht unglücklich.

2. Platz für “Manikürte Füße” von Christian Lange-Hausstein, ausgezeichnet mit einer Opernaufnahme und einer Flasche Vino. Er nahm die Auszeichnung nicht persönlich entgegen, ließ aber virtuell Grüße ausrichten. Seine Texte erscheinen unter anderem im Internet, und zwar auf seinem Blog.

2. Platz "Manikürte Füße". Der Verfasser wollte die Oper nicht? Na gut.
2. Platz “Manikürte Füße”. Der Verfasser wollte die Oper nicht? Na gut.

1. Platz für “wonach du riechst” von Angie Volk, ausgezeichnet mit einer Opernaufnahme und einer Flasche Excellenz-Wein. Sie nahm die Auszeichnung an. Sie genierte sich ein bisschen, denn der Text ist ein Werk aus der 9. Klasse. Verlinkbarkeiten gibt es nicht. Noch!

"Es ist ein Text aus der 9. Klasse. Ich geniere mich trotz anonymem Voting sehr". 1. Platz an "wonach du riechst" von Angie Volk.
“Es ist ein Text aus der 9. Klasse. Ich geniere mich trotz anonymem Voting sehr”. 1. Platz an “wonach du riechst” von Angie Volk.

Faktencheck:

He-Man: Diether fabulierte über seine traumatische Erfahrung mit zweiteiligen Hörbuchkassetten – Nach dem Fund einer He-Man-Folge durch seinen Vater konnte er selbst durch mehrmaliges Umdrehen der Kassette nicht zum Ende gelangen – der zweite Teil der Erzählung befand sich auf einer verschollenen zweiten Kassette. Das Publikum nahm verhältnismäßig wenig Anteil; nur das Stichwort “HE-Man” katapultierte einige zurück in ihre eigene Vergangenheit. Der Fehler im Bild: Diether hat kein He-Man Trauma, es ging viel eher um die Kassette “Der Planet der tausend Wunder” um Jan Tenner. Wer den thrill nachvollziehen will kann das auf unser aller Liebling Youtube machen.

[embedyt] http://www.youtube.com/watch?v=xfh9ECpQnms[/embedyt]

Herta Müller: Das Bühnengeschehen kam durch irgendeine Wendung auf Herta Müller und deren erste Interviews nach dem Erhalt des Nobelpreises. In einer nicht näher genannten Fernsehsendung fragte sie ein Moderator sinngemäß: “Sie waren ja letztes Mal nicht da, weil sie nicht konnten. Was war los? Waren Sie durch die plötzliche Bekanntheit überrascht? Hat Sie die Öffentlichkeit eingeschüchtert?” Herta Müller antwortete aufgeräumt, sie habe eine Kartoffel gegessen, die nicht mehr genießbar war und sich den Magen verdorben. Deswegen. Leider ist das Video nicht mehr auffindbar. Weltverschwörung? Who Cares.

Erschöpft und glücklich beschließen wir den Abend. Der Pudel geht nun in eine kurze Sommerpause – im September geht es weiter. Bis dahin arbeiten wir fleißig an der Rekultivierung der Weltliteratur. Wir danken den FotografInnen für die freundliche Bereitstellung ihrer Schüsse.

in Liebe,

eure Pudel

 

 

Konzept*Feuerpudel im Mai 2016 – Nachbereitung

Nachbereitung des Konzept*Feuerpudel vom 3. Mai 2016. PüdelchenMit Fotos, Protokoll der Veranstaltung, Autor*innen, Texten, Links und Versprechungen. Soweit vorhanden.

 

 

 

 

 

 

 

Wir trafen uns um 19:45 im KOFFER. Alle waren verhältnismäßig pünktlich. Weil Diether so viel rauchen musste, ging es etwas später los (Diether war aufgeregt). Die erwarteten Reisebusse aus der sächsischen Schweiz kamen nicht. Somit war die Arbeit am Empfang für Falco mit großer Elégance zu bewältigen und Volker konnte sich an der Kamera und der Luftpumpe beweisen.

Zu Beginn bastelten wir Hunde aus Ballons zur Anregung des Kreislaufs. Dies gelang allen Beteiligten ohne große Schwierigkeiten – wir vermuten, dass viele nicht zum ersten Mal da waren. Auch das Erbrechen der Wundertüten verlief ohne größere Schwierigkeiten. Deren Inhalt löste allenthalben Irritation, Erotik, Freude, Enttäuschung, Missverständnis, Spieltrieb u.a. aus. Ganz in unserem Sinn. Der Plan, die sich im Publikum befindlichen TextemacherInnen mit nahezu geheimdienstlichen Informationen über ihre Werke zu versorgen ging auf – die Pause(n) war(en) erfüllt von angeregtem Gespräch über gerade Gehörtes. Die GewinnerInnen- ermittlung führte das Publikum mit großem Eifer durch, trotz der verhältnismäßig schlechten Ermittlungserklärung durch Diether K. Dieser wurde auf der sich direkt an die Veranstaltung anschließenden Mitgliederversammlung durch die weiteren Pudel gerügt. Er versprach Besserung.

Die Lesung setzte sich zusammen aus:

(In Absprache mit den AutorInnen benutzen wir in der Folge deren Klarnamen oder eben nicht.)

  1. „Der Psychologe“ von Julia Nickel.
  2. „Stammtischplapperei“ von Henrik Lüchtenborg.
  3. „Ohne Titel“ – von anonyme_r Autor*in.
  4. „Zucker und Katze“ von Christian Lange-Hausstein.
  5. „Ménage à … quoi?“ von Maik Gerecke.
  6. „Concierge“ von Serdar Sezenoglu.
  7. „MYOSOTIS“  von anonyme_r Autor*in.
  8. „Charakteristik einer Gegend“ von Eric Ahrens.

Es gab zu den Texten mehrere Fragen aus dem Publikum, die live oder im Anschluss geklärt werden konnten:

An Text 5: “20 ?” – Maik Gerecke erklärte, er habe sich damit auf ein Stück Kulturgut aus den 00er Jahren bezogen; den gleichnamigen Song von Mirja Boes, die man am Ballermann eher unter dem Namen “Möhre” kennt.

An Text 6: “Hast du das selbst erlebt?” Über ein beliebtes Onlinenetzwerk erfuhren wir: “nein, ich hab das nicht erlebt, aber die episode ist das ergebnis von geschichten, die mir freunde und bekannte aus dem bereich erzählt haben und der recherchearbeit, die ich für meinen roman gemacht habe”

 

Die Gewinnermittlung hat ergeben:

  1. Platz, ausgezeichnet mit einer Tüte Weißwein und einer Opernaufnahme: „Katze und Zucker“ von Christian Lange-Hausstein. Er nahm die Auszeichnung an. Diether gab ihm leider nicht die Gelegenheit, sich zu seinem Werk zu äußern. Poor Moderation. Bisher ist der Text nicht öffentlich nachzulesen, allerdings gibt es viele andere schöne Texte auf seiner Internetzpräsenz.
  1. Platz, ausgezeichnet mit einer Dose Rosé-Sekt und einer Opernaufnahme: „Ménage à … qoui?“ von Maik Gerecke. Er nahm die Auszeichnung an. Maik widmete den Preis seinem verstorbenen Familienhund Trixi. Der Text erschien in der 20. Ausgabe der Berner Bierglaslyrik und ist hier abrufbar: Bierglaslyrik Nr. 20 – Gesammelte Werke zum Thema 20
Maik Gerecke verschwindet nach der Annahme des Preises in ein Zwischenuniversum
Maik Gerecke verschwindet nach der Annahme des Preises in ein Zwischenuniversum
  1. Platz, ausgezeichnet mit einem alkoholischen Blubbergetränk mit Granatapfelgeschmack und einer Oper OHNE René Kollo: „Der Psychologe“ von Julia Nickel. Sie nahm die Auszeichnung an. Bisher ist der Text nicht öffentlich nachzulesen, wir arbeiten aber daran.
Julia Nickel morpht sich nach Entgegennahme der Preise und Ballonwürste von der Bühne.
Julia Nickel morpht sich nach Entgegennahme der Preise und Ballonwürste von der Bühne.

 

Wieder haben wir es geschafft, einen Abend mit Texten zu verbringen, ohne nur ein einziges Mal das Wort „Literatur“ gehustet zu haben. Wir danken dem KOFFER, dem Publikum und natürlich den mutigen, großartigen Autor*innen, ohne die es immer ein sehr kurzer und langweiliger Abend geworden wäre.

 

MfG,

eure Pudel

 

Friederike Kempner – Die schlesische Nachtigall

Friederike_KempnerFriederike Kempner schrieb, von der Literaturkritik weitgehend unbeachtet, Novellen, Dramen und rang im Zauberreich der Lyrik zeitlebens mit den sprach­lichen und formalen Gesetzmäßigkeiten der Gattung. „Die schlechtesten je auf diesem Planeten bekannt­gewordenen Verse“ soll Sie verfasst haben – weswegen der Schrift­steller und Literatur­kritiker Alfred Kerr 1909 sogar seinen Geburts­namen “Kempner” ändern ließ.

Friederike_KempnerFriederike Kempner schrieb, von der Literaturkritik weitgehend unbeachtet, Novellen, Dramen und rang im Zauberreich der Lyrik zeitlebens mit den sprach­lichen und formalen Gesetzmäßigkeiten der Gattung. „Die schlechtesten je auf diesem Planeten bekannt­gewordenen Verse“ soll Sie verfasst haben – weswegen der Schrift­steller und Literatur­kritiker Alfred Kerr 1909 sogar seinen Geburts­namen “Kempner” ändern ließ.

Bevor ihre Werke, durch Paul Lindau in seiner Wochen­schrift Die Gegen­wart spöttisch gepimpt, ein größeres Publikum erreichten, war Kempner mit großem Erfolg sozial­reformerisch tätig. Sie kämpfte entschieden gegen soziale Ungleichheit und erfolgreich für die Abschaffung der lebenslangen Einzelhaft.

Wie viele ihrer ZeitgenossInnen trieb auch Kempner die Sorge um, lebendig begraben zu werden. Ihre Denkschrift über die Nothwendigkeit der gesetzlichen Einführung von Leichenhäusern, zuerst 1850 erschienen, bereitete den Weg für die Einführung von Leichenhäusern in Preußen und veranlasste die Einhaltung einer Wartefrist zwischen Tod und Beerdigung.

Die 1873 zuerst selbst verlegten Gedichte Kempners erschienen bis 1903 in acht Auflagen, die die Verfasserin mit Vorworten versah:

Es fehlte freilich auch nicht an anonymer Feindschaft, ja an Haß und Verfolgung niedrigster und widrigster Art, und wie mancher Beherrscher von Rußland, sah ich mich fast täglich von anonymen Briefen heimgesucht, eine Ehre, die ich gar nicht erwartet hätte, die ich aber zu würdigen wußte.“ (Aus dem Vorwort der 5. Auflage 1887)

Ihre Werke, die sie gegen den Spott ihrer Kritiker verteidigte, zeichnen sich vielfach durch den beherzten Einsatz überschwänglicher Metaphern, emphatische Wortschöpfungen und einem freien Umgang mit der dichterischen Tradition des Reimens aus. So schreibt sie über Paris: „Ihr wisst wohl, wen ich meine / Die Stadt liegt an der Seine.“

Bis dato unzulässige Abkürzungen von Worten wurden zur Besänftigung in Unruhe geratener Versmaße eingesetzt, offensichtlich unwichtige Wortsilben herausapostrophiert. Wo ein Schlag fehlte, waren einsilbige Einschübe wie „Ach“, „So“, „all“ oder gar die Verdoppelung von Artikeln das Mittel der Wahl. Der Vortrag ihrer Gedichte wurden fester Bestandteil geselliger Anlässe, man bezeichnete sie noch zu Lebzeiten als „Meisterin der unfreiwilligen Komik“ und gab ihr den Beinamen „Die schlesische Nachtigall“.

Friederike Kempner starb 1904, zeitlebens unverheiratet, auf ihrem Gut „Friederikenhof“ im schlesischen Reichtal. Auf ihrem Grabstein steht: „Ihr Leben war geistiger Arbeit und Werken der Nächstenliebe geweiht“.

Geschichtsfälschung I-III – Performance für Robert Patz

Für die Videoinstallation “Geschichtsfälschung I-III” von Robert Patz hat Diether in der Volksbühne den Marmor geputzt.

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Geschichtsfälschung I-III from Robert Patz on Vimeo.

 

Für die Videoinstallation “Geschichtsfälschung I-III” von Robert Patz hat Diether in der Volksbühne den Marmor geputzt.

“Inwiefern kann eine Oberfläche Zeugnis ablegen? Welche Bedeutung ist einem Material inhärent? – Der rote Saalburger Marmor war die großflächige Wandvertäfelung der Neuen Reichskanzlei in der Berliner Voßstraße. Nach Kriegsende wurden die Ruinen – innerhalb des militärischen Sperrgebiets der Besatzungsmächte – gesprengt. Über den Verbleib des Marmors gibt es nur Gerüchte. Unterlagen sind nicht mehr auffindbar. Die sachliche Auseinandersetzung ist unterbunden und ein unsachliches Verhalten wird evoziert.” – Robert Patz

Link zur Website von Robert Patz: Klick!

Bilder/Sturm – Konzert mit Thomas Noll und Diether Kabow im Hauptkulturdorf Päwesin

Mit Kompositionen von Fanny Hensel, Hanns Eisler, John Cage und einigen mehr bespielten Thomas Noll (Orgel) und Diether Kabow (Gesang) das “Hauptkulturdorf Päwesin“, genauer: Die Päwesiner Dorfkirche.

Päwesin liegt ungefähr 50 km westlich von Berlin, im Landkreis Potsdam-Mittelmark und hat 562 Einwohner. Zum Festival sitzt eine Giraffe im Storchennest.

side effects/Comic vs. Hitec – Diether als Tapete

Diether stand Model für Felix Lehmann, den Protagonisten von Robert Patz’ Arbeit in der Berlin Ultrahigh Field Facilty (“B.U.F.F”) im Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin-Buch. Beim Tapezieren hat er auch geholfen.

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Diether stand Model für Felix Lehmann, den Protagonisten von Robert Patz’ Arbeit in der Berlin Ultrahigh Field Facilty (“B.U.F.F”) im Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin-Buch. Beim Tapezieren hat er auch geholfen.

Link zur Seite von Robert Patz: Klick!

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Das “Making-Of”:

making of side effects from Robert Patz on Vimeo.