Konzept*Feuerpudel im Dezember 2019 – Nachbereitung

Posted by on Dez 11, 2019

Wow, der letzte Feuerpudel des Jahrzehnts ist vorüber – and it was good! Volles Haus, textlicher Abwechslungsreichtum, fabelhafte Live-Illustration und ein Publikum, das zu frechen Scherzen aufgelegt war.

Die Ränge der Lettrétage füllten sich mit Nachdruck, als Axel die Pforten aufsperrte. Immerhin war es kalt draußen. Nachdem sich alle Autor*innen an strategisch wichtigen Punkten der Stuhlreihen platziert hatten und das Publikum mit (überwiegend alkoholischen) Erfrischungsgetränken bestückt war, konnte es auch fast losgehen. Erster Punkt auf der Tagesordnung: Basteln! Diether, diesmal in einer Sterlingsilbervariation, verlas darauf das Opferlamm und einige der frisch gewursteten Ballonpudel explodierten feierlich.

Illustriert hat für uns dieses Mal Brandon Pfluger. Als Support hatte er seinen preisgekrönten Dackel Henry dabei, am Ende waren es aber eher seine Bilder, die das Publikum beim Entstehen bestaunte. Wundert uns kaum, denn sie waren einfach großartig! Wer nochmal oder überhaupt einen Blick darauf werfen möchte, schaue doch mal auf unseren Instagram-Kanal, denn dort findet man sie, zwar nicht live, aber in Farbe. Es lohnt sich!

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(Fotos (c) // Rick Palm)

Die Texte waren state of the art, wie uns von allen Seiten zugetragen wurde. Im Wettbewerb waren:

  1. Rotkappe von Robert (Rio) Richter-Belling.
  2. Wie damals nur besser von Anna Matthey. Anna ist werdende Psychotherapeutin und schreibt neben Kurzgeschichten auch Drehbücher, von denen eines beim Bundesfestival “junger Film” 2019 den Stoffentwicklungspreis gewann.
  3. Unwillkürliche Bewegungen von Lukas Burger.
  4. Von Bohrlöchern und dem Rauschen dünner Blätter von Anonyme*r Autor*in.
  5. Dankbarkeit von Ekaterina Neff. Mit ihren Texten gern und viel auf literarischen Bühnen unterwegs.
  6. Ein ganz normaler Tag im Leben einer Radio-Redakteurin von Sophia Völkel. Sie lebt in Berlin und arbeitet als Redakteurin.
  7. Milben können alles von Gesa Schubert.
  8. Regain von Katharina Körting. Viele ihrer Texte sind in Literaturzeitschriften erschienen. Ihr erster Roman “Rotes Dreieck” erblickte 2018 in Bonn das Licht der Welt. Dieses Jahr erschien außerdem “Mein kaputtes Heldentum” in Hamburg. Wer mehr über die Autorin erfahren möchte, bitte hier entlang.

(Die Veröffentlichung der Namen erfolgt in Absprache mit den Autor*innen und ist äußerst freiwillig.)

Die Gewinner*innen der drei Hauptpreise, die dieses Mal ziemlich krass ausgefallen sind:

Platz 3 an Gesa Schubert für Milben können alles.

Platz 2 an Anne Matthey für Wie damals nur besser.

Platz 1 an Katharina Körting für Regain.

Katharina Körting, M.A. phil. (Philosophie u. a.), schreibt Prosa und Lyrik und manches dazwischen. 2013 kam der Roman „Baden gehen“ heraus. 2018 erschien der politische Roman „Rotes Dreieck“ im Bonner Kid Verlag. Im April 2019 folgte der literarische Essay „Mein kaputtes Heldentum“ bei Marta Press Hamburg. 2019 Sonderpreis der 7. Berner Bücherwochen für den besten Essay. Die Autorin ist Mitglied im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS ver.di) und im Netzwerk freie Literaturszene Berlin.

Es war ein feuriger Abend. Wir blicken rührselig auf unser angebrochenes zehntes Jahr zurück, aber auch neugierig den nächsten zehn entgegen. Nicht nur für den Dezember sagen also wir danke, aber besonders für den. Ganz viel Geblüm und Eiskonfekt gehen an die Lettrétage, alle Beteiligten und unausgelosten Autor*innen natürlich und an unser treues Publikum. You are so great! Besonderer Dank geht an Brandon Pfluger für seine tolle Illustrationsarbeit und seinen solidarischen Weinkonsum auf der Bühne (Diether mag nicht allein trinken). Genießt die Feiertage und rutscht gut ins neue Jahrzehnt. Wir sehen uns in den 20ies.

Love, Peace und Leckerlis,

Eure Pudel

 

 

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